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Napoleon G.M

Name Napoleon G.M Farbanteile grau, schwarz, blau Farbe braun Farbschwankungen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Gesteinsfamilie Kalksteine Gesteinsgruppe Sedimentgesteine, chemische oder organische Sedimente Herkunftsland Frankreich Preisklasse 1 2 3 Struktur wechselkörnig Textur geschichtet Verarbeitung poliert Nr. 0909
Abriebfestigkeit 15-40 cm3/50 cm2 Biegezugfestigkeit 60-200 kg/cm2 Druckfestigkeit 600-1'700 kg/cm2 Rohdichte 2.55-2.80 g/cm3 Wasseraufnahme 0.10-1.20 Gewichts-%
Hauptgemengeteil Calcit (Kalkspat) Nebengemengeteil Dolomitspat, Feldspäte, Glimmer, Quarz, Siderit, Tonminerale
Bearbeitung H abgerieben, aufgeschlagen, bossiert, bruchrauh, gebeilt, geflächt, gespitzt, gezahnt, scharriert M abgerieben, anpoliert, diamantgesägt, gefräst, gesandelt, geschliffen, halbgeschliffen, poliert, quarzsandgesägt
Vorkommen Kalksteine entstehen in Flachmeeren (z.B. Bahama-Bänke) oder terrestrisch an kalkhaltigen Quellen. Durch Gebirgsbildungen werden sie vielerorts an die Erdoberfläche transportiert, z.B. in den Alpen (mit nördlichen und südlichen Kalkalpen; A, CH, F, I), im Apennin (I), im Balkan (BG), im Dinarischen Gebirge (BIH, HR), in den Karpaten (RO, UA), in den Pyrenäen (E, F) und an vielen anderen Orten.
Kalksteine Kalk, zu mittelhochdt. kalc "Kalk, Tünche", von lat. calx, calcis "Kalkstein, Spielstein", ist mit griech. chálix "kleiner Stein, Kies" verwandt. Kalksteine entstehen durch Ablagerung (Partikelkalksteine) oder durch chemische Ausfällung (Riffkalke, Sinterkalke oder Travertine). Die mineralischen Gemengteile sind Kalkspat (Calcit) oder Dolomit. Sie entstehen durch Reaktion von Kohlensäure (CO2) mit Kalkoxid (CaO). Letzteres ist ein Verwitterungsprodukt von primären magmatischen Gesteinen (z.B. Gabbro, Granit usw.) zu CaCO3. Im Natursteingewerbe werden polierfähige Kalksteine, ausgenommen Travertine und der Solnhofener Plattenkalk, als Marmore bezeichnet. Diese Benennung ist nicht korrekt. Die so genannten kristallinen Marmore sind entweder durch Kontakt- oder Regionalmetamorphose von Kalksteinen entstanden. Da sich die Mineralien und Eigenschaften der beiden Gesteinsarten gleichen, wirkt sich die Bezeichnung nicht negativ aus.
Eigenschaften Vorwiegend gibt es créme-beige-braune Kalksteine und seltener rötliche oder gar graue und schwarze. Durch Verunreinigungen sind die Kalksteine bereits in einem Vorkommen verschiedenartig gefärbt, wodurch sehr verschiedene Dekors entstehen. Kalksteine, die durch organische Kohlenstoffverbindungen dunkel bis schwarz gefärbt sind, werden im Laufe der Zeit heller, eine gesteinstypische Eigenschaft.
Insgesamt existieren viele Kalksteinsorten, die unterschiedliche Werte in der Festigkeit aufweisen. Dichte, feinkristalline Kalksteine besitzen im Allgemeinen höhere Druckfestigkeiten und sind vergleichsweise härter als im Tongehalt poröse und mit Mikrorissen versehene Gesteine.
Viele Sorten sind polierfähig und leicht zu bearbeiten. Kalksteine sind nur bedingt verwitterungsbeständig, da die Kohlensäure in der Luft oder saurer Regen den Kalkstein auflösen. Kalksteine sind kratz- sowie feuerempfindlich; poröse Sorten werden leicht von Rauchgasen angegriffen (Verschmutzung). Bei dieser hellen Gesteinsgruppe besteht die Gefahr des "Durchschlagens" verfärbungsintensiver Substanzen.
Anwendung und Verarbeitung Kalksteine finden im Außen- und Innenbereich Anwendung.
Von werkseitigen Versiegelungen bei Bodenplatten ist abzuraten, da bei zu früher Verfugung von Belägen Wasserdampfdruck entsteht, der zu Schäden führen kann. Eine Umwandlung zu Gips, verursacht durch Schwefelverbindungen, lässt die Kalksteine durch Volumenvergrößerung blätterartig abbröckeln. Bei der Verwendung von Kalksteinen als Baustein spielt deren Porosität eine wichtige Rolle. Die Größe und Anordnung der Poren beeinflusst die Wärmedämmung der Gesteine und den Widerstand gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
Kalksteine wurden in nahezu allen Hochkulturen als Bausteine verwendet. Jährlich werden weltweit, für alle Industriezweige, über 3.5 Mrd. Tonnen Kalksteinmaterial abgebaut. Diese Gesteinsgruppe findet unter anderem Anwendung als wichtiger Rohstoff für die Eisen-, Stahl-, Zement- und Glasindustrie, bei der Zuckerfabrikation, in der Papierindustrie als Aufheller, in der Herstellung für Farben, als Dünger. Wegen der Härte sind Kalksteine nur bedingt im Straßen- und Wegebau zu gebrauchen.

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