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Diamant, k. A.

Name, Hersteller Diamant, k. A. Elementaufbau 1. Floatglas, entfärbt; 2. SZR mit Luft-Füllung; 3. Floatglas, entfärbt Elementstärke 20.0 mm Formate, max. 2'500 mm x 4'000 mm Glasfamilie Isoliergläser ; Zweischeiben-Isolierglas mit Luft-Füllung Glasgruppe Funktionsgläser Preisklasse 1 2 3 Transparenzgrad transparent Nr. 1143
Anmerkungen k. A.
Gewicht 20.0 kg/m2 g-Wert 72...76...80 % Lichtreflexion 11...14...17 % Lichttransmission 77...81...85 % Schalldämm-Maß Rw 26...30...34 dB u-Wert 2.7...2.9...3.1 W/m2K
Isoliergläser Isoliergläser bestehen aus mindestens zwei Einzelscheiben, die am Rand durch einen umlaufenden Abstandhalter voneinander getrennt und hermetisch versiegelt sind. Eine erste Dichtung zwischen Abstandhalter und Glasscheiben schützt den Scheibenzwischenraum vor eindringender Feuchtigkeit. Ein zusätzlich in den Abstandhalter eingebrachtes Trockenmittel entfeuchtet den Scheibenzwischenraum. Der Taupunkt der eingeschlossenen Luft sinkt dabei auf unter -30 °C. Als zweite Dichtung wird zusätzlich der Hohlraum außerhalb des Abstandhalters bis zu den Scheibenkanten mit einem dauerelastischen Dichtstoff ausgefüllt. Mit diesem Dichtsystem findet zwischen dem Scheibenzwischenraum und der Außenluft kein Gasaustausch statt und das Eindringen von Feuchtigkeit in den Scheibenzwischenraum wird verhindert. Die Lebensdauer der Isolierglaseinheit wird maßgeblich von der Qualität des Randverbundes bestimmt. Wird der Dichtstoff zerstört, kann das Kondensieren eindringender feuchter Luft zum Beschlagen der Scheibe führen. Isolierglaseinheiten lassen eine Vielzahl von Kombinationen verschiedener Gläser zu und sind in der Regel mit allen handelsüblichen Glasarten lieferbar. Es besteht die Möglichkeit, klares, getöntes oder edelmetallbeschichtetes Floatglas zu verwenden sowie auch eisenoxidarmes Weißglas. Aus funktionellen oder gestalterischen Gründen lässt sich auch gebogenes Glas zu Isolierglas verarbeiten. Mehrscheibenisolierglas kann auch mit Roh- und Drahtglas oder anderen Guss- oder Ornamentgläsern kombiniert werden. Je nach Anforderung werden Brandschutzgläser, laminierte Sicherheits- oder Schallschutzgläser wie auch emaillierte oder geätzte Gläser verwendet. Bei hohen thermischen Belastungen oder Überkopfverglasungen und einem damit verbundenen hohen Risiko für Glasbruch werden auch thermisch vorgespanntes Sicherheitsglas (ESG) und teilvorgespanntes Glas (TVG) in der Isolierglaseinheit verarbeitet.
Eigenschaften Isolierglas zeichnet sich durch einen erhöhten Wärme-, Kälte- und Schallschutz aus. Entscheidend für die Licht- und Strahlungstransmission und den Wärmedurchgang ist der Scheibenzwischenraum und seine Füllung sowie bei beschichteten Floatglasscheiben die Art der Beschichtung. Werden keine besonderen Anforderungen an das Isolierglas gestellt, ist der Scheibenzwischenraum mit Luft gefüllt. Für eine bessere thermische Isolierung oder aus Gründen des Schallschutzes werden Edelgase benutzt. In Verbindung mit speziellen Sonnenschutzbeschichtungen, die auch gleichzeitig als Wärmeschutzschicht wirken, wird der Wärmedurchgangs-Koeffizient (U-Wert) der Verglasung erheblich gesenkt. Je nach Scheibenaufbau können sich U-Werte von bis zu 0,6 W/m2K ergeben. Der Lichttransmissionswert moderner Beschichtungen ist mittlerweile so hoch, dass es ermöglicht wird, viel Licht in einen Raum zu lassen, ohne diesen übermäßig zu erwärmen. Aus optischen oder lichtplanerischen Gründen können auch spezielle Reflektoren oder perforierte Bleche in den Scheibenzwischenraum integriert werden.
Anwendung und Verarbeitung Isoliergläser finden im Außen- sowie Innenbereich Anwendung. Isolierglas wird für punktgehaltene Konstruktionen hergestellt, als Structural Glazing, sowie auch als gebogenes Glas für Fassaden oder Dachflächen. Durch die verschärften Anforderungen der 3. Wärmeschutz-verordnung findet konventionelles Isolierglas nur noch einen beschränkten Einsatz. Bei Isolierglas kann das Spiegelbild in der Außenansicht durch den Doppelscheibeneffekt verzerrt werden. Unter diesem Effekt versteht man die Ein- oder Auswölbungen bei Isolierglas, bedingt durch den unterschiedlichen Luftdruck bei der Fertigung und beim Einbau des Glases. Um diesen Effekt abzuschwächen, sollte die Außenscheibe dicker und damit steifer als die Innenscheibe sein, wobei hierbei der statische Nachweis zu führen ist. Bei schräg liegenden Isolierverglasungen sollte darauf geachtet werden, dass die äußere Scheibe alle Lasten aufnehmen muss. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) bietet hierbei genügend Schutz bei Hagelschlag. Für die untere Scheibe ist ein splitterbindendes Glas ausreichend, das im Bruchfall nur die Splitter vom Herabfallen bewahren muss.

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